Sonntag, 8. Februar 2009

Es wird Zeit für Reiseberichte...


So viel Spaß es auch macht, findet man doch viel zu selten die Zeit, mal einen detaillierten Blogeintrag zu erstellen. Nun ja, ich gelobe Besserung und versuch so gut wie möglich meine Erfahrungen der letzten anderthalb Monate wiederzugeben:

Weihnachten auf den Philippinen
Weihnachten steht vor der Tür, und wo kann man das besser feiern als mit seinen deutschen Freunden in dem einzigen christlichen Land Asiens? Also habe ich mich am 23. Dezember auf den Weg nach Manila gemacht. Nach einem guten Flug mit Air Asia bin ich auf dem Clark Airport (ehemalige Army Base der USA, (ganz schlechte Erfahrungen von der letzten Reise und meinem fast verpassten Rückflug, siehe 29. Okt. 2008)) mitten in der Pampa gut 100 Kilometer von Maila entfernt gelandet. Wie immer gut vorbereitet, habe ich vorher kein Geld getauscht im Irrglauben, dass das da doch viel billiger ist. Dieser sehr überschaubare Flughafen hatte genau zwei Geldautomaten, die, wie es der Zufall nun einmal will, beide außer Betrieb waren. Zum Glück sind immer sehr hilfsbereite, freundliche (Achtung: Sarkasmus!) und stark bewaffnete Sicherheitsbeamte zugegen, die mir nach mehrfachen Aufforderungen, die Geldautomaten doch noch einmal aufzusuchen (...ja klar!), sagen, dass es noch einen weiteren Automaten gibt, nur 2 Kilometer von hier. Bei einem schweren Backpack und angenehmen 30 Grad im Schatten war mir das dann doch zu doof und ich wollte in die Arrivalhalle zurück, um meine letzten Ringgit zu tauschen und wenigstens einen Bus nach Manila zu bekommen.
Die so zuvorkommenden Sicherheitsbeamten weisen mich darauf hin, dass ich nicht die zwei Schritte in die Halle gehen kann, um kurz Geld zu tauschen, sondern erst durch die Departurehalle muss, mein Gepäck durchscannen muss, um dann durch eine Zwischentür in die Arrivalhalle zu gehen, um 10 Euro zu wechseln. Super umständlich, aber nach dreißig Minuten kann die Reise nach Manila endlich fortgesetzt werden. Zu diesem Zeitpunkt freue ich mich nur noch darüber, dass ich für den Rückflug CebuPacific gebucht habe und direkt aus Manila zurückliege...
Angekommen in Manila, wird wie immer ein viel zu hoher Taxipreis ausgehandelt, und schwups bin ich in Capitunan City bei Gimmy, Manuel (beide AFS Philippinen) und Michael (AFS Thailand). Nach einem schönen ersten Abend mit ordentlich Gefeier geht es am 24. für Michael und mich in die City. Wir wollen halt ein wenig was machen an Heiligabend, während die andern beiden bei ihrer Chefin sein müssen.
Uns wurde eine Kirche im Stadtzentrum empfohlen, die einen amerikanischen Pastor haben soll. Leider kennt der Taxifahrer die Kirche nicht, und, anstatt zu fragen, entschließt er sich das ganze Stadtzentrum zu durchforsten und den Taximeter damit auf Jackpotgröße zu strapazieren. Irgendwann wurde es uns dann zu viel und sind ausgestiegen. Gut eine halbe Stunde nach Gottesdienst Beginn haben wir die Kirche erreicht und beobachten Kinder verschiedenster Rassen, wie sie gerade Stille „Nacht, heilige Nacht“ zu Ende singen. Der Gottesdienst war alles in allem sehr interessant und das erste mal seitdem ich in Asien bin, kommt so etwas wie Weihnachtsstimmung bei mir auf.
Nach dem Gottestdienst, es ist ca. sieben Uhr abends, machen wir uns auf den Weg durch die reichen Teile von Manila. Auf dem Weg finden wir ein Museum, dessen Restaurant deutsches Bier hat. Dreißig Minuten und zwei Becks später geht es weiter auf unserer Erkundungstour. Nach einiger Zeit beschließen wir dann ein Taxi nach Hause zu nehmen, doch alle Fahrer verlangen auf einmal das Doppelte von dem, was der Taximeter der teuren Hinfahrt angezeigt hat... Wir entschließen uns, die Bahn zurück zu nehmen. Eine Stunde und zehn falsche Wegbeschreibungen später, wir kennen Manilas Innenstadt jetzt ziemlich gut, finden wir einen Portier der uns die U-Bahnstation zeigt, bei der wir die letzte Bahn so gerade erwischen. 10 Stationen später heißt es raus aus einem Abteil, in dem ich einen Mann kennengelernt habe, der auffällig nach Alkohol roch, alles Mögliche über Deutschland wissen wollte und am Ende gefragt hat, ob ich ihm nicht einen Job dort verschaffen kann. Hier müssten wir umsteigen, aber leider hat die Anschlussbahn schon zu. Also raus und versuchen ein Taxi zu bekommen. Michael ist da ein wenig ungeduldig und drängt mich dazu, doch schon einmal in Richtung Capitunan Ave. zu gehen. Weiterhin glücklos schlendern wir eine Straße entlang, die uns nach Hause führen wird. Nach einiger Zeit wird die Straße enger, dunkler und die Bettler aggressiver. Ich fühle mich nicht wirklich wohl mit meiner Spiegelreflexkamera und dränge immer vehementer doch umzudrehen und am Anfangspunkt nach einem Taxi zu suchen. Nach gut 30 Minuten reicht es mir, ich bleib stehen und sage, dass ich jetzt zurückgehe, mit oder ohne ihn. Michael, der die Gegend wohl nicht so zwielichtig wie ich finde, versteht meine Aufregung nicht, folgt mir dann aber notgedrungen. Heil wieder bei der U-Bahnstation, sehen wir ein Taxi, das gerade eine Frau raus lässt. Wir preschen über die Straße und springen hinein. Der Taxifahrer versucht uns noch klar zu machen, dass sein einer Reifen total platt ist, uns egal! Wir haben ein Taxi! Also drücken wir dem Fahrer drei Euro in die Hand und bitten ihn, uns nach Hause zu Fahren, meinetwegen auch mit einem Zwischenstop bei einer Tankstelle um die Luft aufzufüllen. Drei Tanken später und wieder tief in den dunklen Gassen verschwunden, sieht der Fahrer ein, dass er heute keine Tankstelle mit einer Pumpe findet, und fährt uns nach Hause. Den ersten Weihnachtstag fahren wir raus aus Manila. Zu einem Vulkan, in dem ein riesiger See ist. In diesem See ist ein kleiner Vulkan, in dem ein See ist. Faszinierend denken sich die anderen drei, und somit machen wir uns früh morgens auf den Weg zu diesem Vulkangebilde. Oben auf dem ersten Vulkan mieten wir uns ein Tricicle (Motorrad mit einem kleinen Anhänger neben dran) und machen uns auf eine abenteuerliche halbstündige Abfahrt den Berg hinunter. Unten angekommen, setzen wir uns in ein Boot und fahren rüber zu den kleinen Vulkan in dem See des großen Vulkans. Dort angekommen, werden wir dazu genötigt, ein Pferd zu mieten für die anstehende Klettertour, wir sagen freundlich NEIN NEIN NEIN! Fast angekommen auf dem Gipfel, fängt es an in Strömen zu regnen - die Aussicht ist trotzdem der Hammer! Nachdem wir wieder unten angekommen sind, mit dem Boot über den riesigen Teich gefahren sind und mit dem Tricicle uns den Berg hochgequält und geschoben haben, steigen wir in einen auf 12 Grad heruntergekühlten Bus. Noch gut durchnässt, fange ich mir hier eine dicke Erkältung ein, die mich die folgenden Tage begleitet. Die darauf folgenden Tage sind eher ruhig. Manuel führt seine Eltern herum, die zu Besuch sind und Michael folgt. Die beiden haben ein Gespür für unsichere Gegenden, wie Sebastian und ich mitbekommen, als wir einmal folgen und direkt in eine Nebenstraße mit vielen muskulösen Männern spazieren.
Danach nehmen Sebastian und ich Abstand und lassen es ruhig angehen. Der Abschluss des Urlaubs ist dann noch einmal versöhnend. Nach einem schönen Abendessen mit Mariell, einer Freundin aus Hamburg, die mit Familie in Manila Weihnachten gefeiert hat, treffe ich die Jungs, mit denen ich nach einer kurzen Zeit in einem Taxi zum angesagtesten Club der Stadt aufbreche. Kurze Zeit später verlieren wir Manuel, was unsere Partylaune nur kurz trübt, denn eine sehr attraktive Dame winkt uns heraus und bittet uns in den zweiten Floor, für den man sonst gut eine Stunde ansteht.
Leider macht der Club schon gegen drei Uhr zu. Mein letzter Abend soll hier aber nicht enden, beschließen wir und schließen uns einem arabischen Steward an, der die Clubszene wohl gut kennt. Ein Club und zwei Stunden später geht es dann endlich nach Hause.
Den Abflug am nächsten Tag kann ich gut genießen, da es in der Stadt ist und alles perfekt funktioniert. Das erste Mal dass es mir so ergeht auf den Philippinen.

Neujahr in Singapur:
Einen Arbeitstag später geht es dann wieder los. Mit meiner Freundin Syaheera steige ich am 30. Dezember nach der Arbeit in den Bus Richtung Singapur. Ich dachte, gönnen wir uns mal was, und zahle 15 Euro für die 5-stündige Busfahrt – es lohnt sich, riesige Sitze, Essen und eine sehr ruhige Fahrt. Gegen Mitternacht erreichen wir unser Ziel und checken in unserem Hotel ein. Den Folgetag geht es erst einmal zum Ticketschalter um Tickets für die Beachparty am Sentosa Beach zu holen. Sightseeing wird nicht so ausführlich betrieben, da wir noch gut müde von der Reise sind.
Abends machen wir uns zeitig auf den Weg, die Bahnen sind überfüllt, aber durch dieses durchgehend perfekt geplante Verkehrssystem geht alles reibungslos (die Rolltreppen sind gut doppelt so schnell wie hier in Kuala Lumpur!). Etwas abseits des Partyfolks feiern Syaheera und ich zusammen ins neue Jahr in perfekter Beachatmosphäre. Die darauf folgenden beiden Tage erkunden wir Singapur und sind begeistert. Diese Stadt ist nicht Asien! Denn: Der Verkehr ist geordnet, es wird nicht gehupt, es ist nicht dreckig, und es ist sehr sicher. Ich bin vor allem davon angetan wie viel Kunst es in Singapur zu betrachten gibt, und plane schon meinen nächsten Trip dorthin. Die Rückfahrt kommt leider viel zu schnell und so geht’s am 2. Januar schon wieder gen Kuala Lumpur. Zurück in Kuala Lumpur, fängt der Alltag wieder an. Mit dem neuen Jahr geht der Countdown für den AFS Weltkongress 2009 in Malaysia los und ich bin mit dem PR Departement mittendrin. Die Arbeit macht weiterhin eine Menge Spaß. Ich fange an, mich auch außerhalb der Arbeitsstunden für AFS zu engagieren, und bin nun mit vollem Herzen für die Sache am Werk.

Indien
Aber nach kurzer Zeit packt mich das Fernweh und ich fange an, für Indien zu planen. Visum wird beantragt und Flug wird reserviert. Donnerstag den 22. soll es mit Sri Lankan Air nach Goa gehen. Die Planungen laufen auf Hochtouren, doch hab ich eines vergessen: Ich plane einen Trip nach Indien, und ich warte auf ein Visum dass Inder ausstellen müssen. Natürlich verpasse ich meinen geplanten Flug, weil das Visum länger braucht, und natürlich wird alles ganz ganz knapp. Am Donnerstag den 22. bekomme ich Bescheid, dass ich morgen das Visum abholen kann, so gegen 4. Also ab ins Reisebüro und ein Ticket holen, leider ist Sri Lankan schon ausgebucht, ist halt das billigste. Also wird es Malaysian Air um 8 Uhr abends am Freitag. 4 Stunden zum Flughafen sollte zu machen sein, denk ich mir, wieder einmal ohne zu berücksichtigen, dass ich immer noch die indischen Visumsmitarbeiter mit einberechnen sollte...
Am Freitag sitze ich um 3 Uhr mit gepacktem Backpack und Handgepäck als erster am Abholschalter und warte. Gegen vier füllt sich die Wartehalle, die Abholschalter bleiben jedoch leer. Gegen halb fünf werde ich so langsam hippelig, bis um kurz vor fünf die Durchsage kommt dass die Pässe fast da sind. Nun fängt der Kampf gegen die Zeit an. Um Punkt 5 Uhr nehme ich meinen Pass in Empfang, renne zur nächsten U-Bahnstation und springe so gerade noch in die Bahn, deren Türen sich direkt hinter mir schließen. Um 5.10 Uhr komme ich am Hauptbahnhof an und kaufe kurz darauf um 5:13 das Ticket für den Schnellzug zum KLIA Flughafen der um 5:15 den Bahnhof verlässt. Wieder einmal springe ich direkt vor Toreschluss in einen abfahrenden Zug.
Ich hab’s geschafft. Von hier an geht, abgesehen von einem Sprint von Gate zu Gate, alles gut und der Flieger Richtung Mumbai verlässt Kuala Lumpur mit mir an Bord. Indien, ich komme!
Kurz vor zwölf erreiche ich Mumbai, nehme einen Bus zum Domestic Airport und will für meinen Flug nach Goa am nächsten Mittag einchecken. Leider geht das nicht, man kann erst vier Stunden vorher einchecken... Ich schlage also mein Lager in der Empfangshalle des Flughafens auf und döse gute acht Stunden vor mich hin.
Nach dieser Nacht mit wenig Schlaf verläuft der Flug mit JetAirways nach Goa ohne Probleme und gegen 3 Uhr bin ich endlich am Ziel – also nach nochmal gut einer Stunde Taxifahrt versteht sich. Hier in Goa treffe ich Paulina Hübner einer alte Klassenkameradin, die hier in einem Haus von Freunden wohnt. Wir ziehen abends ein wenig rum, und ich sehe ein wenig was von dem Paradies Goa. Den nächsten Morgen, wir haben ja nicht all zu viel Zeit in Indien, geht es mit dem ersten Zug nach Hampi. Die sieben Stunden Bahnfahrt gehen ziemlich schnell vorbei, da man einen tollen Ausblick auf die Vielfalt von Indien hat. Zuerst sieht man eine Menge Urwald, der dann lichter wird, bis man sich irgendwann in einer Wüste wiederfindet. Sehr futuristisch alles.
In Hampi angekommen, suchen wir uns einen schönen Bungalow und ruhen uns erst einmal aus. Die nächsten Tage verbringen wir damit 800 Jahre alte Tempel anzuschauen, andere Reisende kennenzulernen und die ansässigen Hippies/Drogenabhängigen zu studieren.
Die Zeit an diesem schönen Plätzchen geht leider viel zu schnell vorbei, und so machen wir uns am Mittwoch Abend mit dem Sleeper Bus auf nach Goa. Der Sleeper ist ein Bus mit Betten. Man kann erstaunlich gut während der Fahrt schlafen, wenn man nicht gerade das Pech hat, dass das Fenster neben deinem Bett kaputt ist und einen die 9 Stunden durchgehend mit Fahrtwind den Nacken abkühlt.Aber, alles nur eine Frage der Positionierung, und so kriegt jeder ein wenig Schlaf.
Früh morgens um sechs kommen wir in Goa an, nehmen uns ein Taxi zum Haus und hauen uns noch ein wenig hin. Gegen Mittag treffen wir ein paar Freunde und fahren an einen Strand, der aufgrund der wegbleibenden Touristen diese Saison sehr idyllisch ist und ein wenig Boracayfieber bei mir aufkommen lässt. Am Abend geht es wieder in einen Sleeper, dieses Mal in Richtung Mumbai. Dieser Sleeper hat funktionierende Fenster, weshalb wir eine wirklich schöne Fahrt haben. In Mumbai angekommen, will uns der Taxifahrer weiß machen, dass es am besten ist einen Festpreis von 1200 Ruppees abzumachen. Wir trauen aber dem Taximeter, der gute 30 Jahre auf dem Buckel hat, mehr und bitten ihn, den anzustellen. Der Meter funktioniert so, dass man die Zahl, die angezeigt wird, mal 13 rechnet. Als der Meter von 9,9 auf 10 umspringen sollte, tut er das nicht, sondern springt direkt auf eine schöne 50. Willkommen in Indien! Am Ziel versichert uns der Taxifahrer erst cool, dann lauter, dass alles mit richtigen Dingen abgelaufen ist, und will seine erst 750 dann 500 Ruppees haben (normal zahlt man für die Fahrt 150, was wir im Nachhinein herausfinden). Sauer geben wir ihm die 500 und quartieren uns für gut 3 Euro oder 190 Ruppees in der Heilsarmee ein.
Mit 16 teilt man sich hier einen Schlafsaal. Es ist eine tolle Mischung aus Aussteigern und Backpackern, die hier auf der Durchreise sind. Wir lernen eine Menge Leute kennen, mit denen wir am Freitag Abend auch gleich gut einen trinken gehen wollen. Leider ist Ghandis Todestag nicht weit weg, sodass dieser Freitag ein trockener Freitag ist – Kein Alkohol!
Schließlich finden wir eine Hintertür in dem berühmten Cafe Leopold in dem 2008 die Mumbai-Anschläge begonnen haben. Mit Vorzeigen eines ausländischen Passes kann man sich hier Eintritt verschaffen, um in einem seperaten Raum bei guten Bierpreisen ein wenig über die achtstündigen Highlightsendungen der 5 Tage dauernden Cricketspiele zwischen Sri Lanka und Indien zu diskutieren.
Der Folgetag wird ein reines Cliché: Wir werden in einem Bollywoodfilm mitspielen! Also gehen wir auf die Straße und schon werden wir von einem Agenten angesprochen... Kurzerhand sagen wir ja und finden uns 20 Minuten später in einem Taxi in Richtung Bollywood wieder. Gegen eine Bezahlung von 500 Ruppees und einem Mittagessen sitzen wir den Rest des Tages in einem Studio, in dem eine Londoner Castingshow nachgespielt wird. Damit es echt wirkt, brauchen sie weiße Menschen im Publikum, und das sind wir. Wir haben unseren Spaß, lernen nette Backpacker kennen, die den Spaß auch mitmachen, und gehen später am Abend noch einen zusammen trinken. Den Tag drauf ist das Abenteuer Indien schon wieder vorbei. Mit ein paar anderen Reisenden mache ich mich auf den Weg zum Flughafen und steige um Mitternacht in den Flieger nach Hause um um 7 Uhr morgens anzukommen und direkt zu Arbeit zu fahren, wir wollen doch nicht unsere kostbaren Urlaubstage für einen freien Tag in Malaysia opfern!
Mein nächster Trip ist schon in Planung, wenn alles glatt läuft, geht es für ein Wochenende Ende Februar nach Thailand.

So viel Reisebericht für heute.
Paul


Sonntag 21. Dezember 2008
Die Planungen schreiten vorran. Und nachdem ich mich hier in den gut 4 Monaten gut eingelebt habe fängt jetzt das exzessive Reisen an. Am Dienstag Morgen gegen 7 Uhr geht mein Flieger Richtung Clark Airport Manila. In Manila werde ich mit den für AFS Phillipienes und AFS Thailand Zivildienstleistenden Deutschen zusammen Weihnachten feiern und mit Mariell, eine Freundin aus Hamburg die zur Zeit als Aupaire in Neu Seeland arbeitet, ihren Geburtstag feiern. Nach einer Woche Party geht am Sonntag dann schon wieder mein Flug gen Heimat. Am Montag wird dann mein bester Freund Nambee verabschiedet der sich in Richtung Minnesotta und ein Politikstudium verabschiedet. Dienstag wird dann ein wenig gearbeitet bevor ich abends in den Bus steige und nach Singapur fahre. Mit meiner Freundin werde ich da Sylvester feiern und die Stadt erkunden. Singapur ist mit seinen europäischen Preisen verdammt teuer für diese Region, deshalb bleiben wir auch nur 3 Tage und machen uns dann wieder auf den Nachhauseweg. Angekommen in Kuala Lumpur erwarte ich ein paar Tage später Besuch von Mariell die für zwei, drei Tage vorbeischaut. Ohne die Koffer je richtig ausgepackt zu haben geht es Mitte Januar Richtung Indien. Dort treffe ich Pauli. Wir werden unsere Reise in Goa beginnen und dann ein wenig herumreisen. Endstation soll das gerade von Terroranschlägen heimgesuchte, aber auch sehr schöne Mumbai sein.

Der nächste Monat besteht also hauptsächlich aus Reisen wobei es immer ein Puzzlespiel ist die Reisen so zu legen dass so wenig Urlaubstage wie möglich benutzt werden. So werde ich die nächsten Wochen jeweils einen Tag arbeiten und den Rest unterwegs sein. Die Indienreise wird so gelegt, dass ich noch das Chinesische Neujahr und damit zwei freie Tage am Ende in Indien habe. Ich hab doch noch so viel vor: Im Februar kommt der Zivi aus Thailand, im März kommen Mama und Schwester und ein paar Tage nach deren Abflug mein bester Freund Johann und im Mai ist dann noch die weiteste Reise nach Taiwan (, Süd Korea) und Japan geplant.
Wenn man schon einmal in Asien ist, dann muss man auch so viel wie möglich zu Gesicht bekommen.
Das war es erst einmal, ich hoffe ich hab die Zeit um ausführlich von den einzelnen Reisen zu berichten.
Paul

Montag 1. Dezember 2008

Schon wieder ein Monat rum...

Ich kann es kaum glauben, dass schon wieder ein ganzer Monat vergangen ist seit meinem letzten Eintrag. In der Zwischenzeit hat sich hier nicht wirklich etwas verändert. Die letzte Woche war sehr stressig, da am Wochenende der Volunteer Congress stattfand. Wie immer bei AFS mussten in letzter Minute Plakate, Banner und Flyer entworfen werden. Es war schön mal so richtig gefordert zu werden. Am Freitag ging es dann mit Nambee (Praktikant bei AFS und bester Freund hier drüben) Nach Melaka wo das End of Stay Camp für die Austauschschüler die im Januar kamen sowie am Wochenende dann der Congress mit großem Dinner stattfanden. Ich hab eine menge ehemalige Austauschschüler kennen gelernt. Am Samstag wurde ich ordentlich gefordert, zu Beginn mit dem Aufbau und sobald der Congress richtig anfing mit fotografieren. Nach dem sehr gelungenen Dinner ging es nach Downtown von Melaka wo einige Nachtclubs sind. Leider war der einzige Club der gute Musik gespielt hat eine Schwulenbar.
Wir hatten trotzdem spaß und ich hab den Abend über umsonst getrunken indem ich eine Wette mit einer Inderin gewann die mir nicht zugetraut hat einen Schwulen anzusprechen und ein kurzes Gespräch mit ihm zu führen.
Am Sonntag ging es früh zurück sodass ich noch einen schönen Tag mit meiner Freundin (inzwischen sind wir anderthalb Monate zusammen) verbringen konnte.
So viel zu meinen jüngsten Erlebnissen, damit ihr euch aber auch ein bisschen besser vorstellen könnt wie mein Leben hier ausschaut kommt jetzt ein typischer Tagesablauf während der Woche:
7:10 Aufstehen und ein paar Meter schwimmen (danach manchmal Frühstücken)
8:05 Ich verlasse das Haus in Richtung LRT (U-Bahn)
8:15 (LRT Dang Wangi) Ich versuche mich irgendwie in die viel zu überfüllte Bahn zu quetschen die komplett automatisiert ist (kein Fahrer etc)
8:40 (LRT Taman Bahagia) Die Fahr ist vorbei und das warten auf den Bus beginnt... Das hängt leider von dem Busfahrer ab der sich immer eine ausgiebige Raucherpause gönnt wenn er ankommt.
9:00 Da wären wir, AFS Office dritter Stock. Nun wird erst einmal der Spiegel gelesen, die Nachrichten geschaut, email gecheckt und Facebook durchforstet. Danach dann ein wenig im Photoshop oder mit Illustrator gearbeitet und dann ist es auch schon...
12:00 und damit Zeit Mittagessen zu gehen! Meistens direkt vor der Tür bei einem von zwei Foodcourts wo man alles von Malay über Chinesen bis zum Inder für weniger als 80 Cent bekommt. Danach wieder zurück zur Arbeit und nun wird wirklich geackert!
17:00 Die Arbeit ist vorbei und wie ein Beamter verlass ich meist pünktlich die Arbeitsstelle um dann auf den Bus zu warten der mich um ca. 17:45 wieder an der LRT Taman Bahagia absetzt. 18:30 Ich komme zu hause an und und gehe, falls nichts anderes anliegt, mit Nambee in das Hoteleigene Fitnesscenter. Nach ca. einer Stunde geht es dann nochmal zum Pool um etwas mehr zu schwimmen.
20:00 Ich gehe raus um mir was zu essen zu holen da das so viel billiger ist als selbst zu kochen. Meistens bleib ich bei einer der drei Fastfoodketten (Burger King, McDonalds oder KFC) hängen, ansonsten gibt es ein leckeres Roti Chanai oder etwas anderes indisches zu essen.

Mittwoch 29. Oktober 2008

Ja ich lebe noch!

Lang ist es her, dass ich mich das letzte mal gemeldet habe. Eine Menge ist passiert, ich bin zwanzig geworden, habe meine ersten Reisen hinter mir und habe mich verliebt. Aber alles der Reihe nach...
Auf den Tag 9 Wochen bin ich jetzt in Kuala Lumpur und ich fühle mich heimisch.
Doch auch hier gibt es ein paar Sachen die mich stören, zB die Ausgehmöglichkeiten am Abend sowie die astronomischen Alkoholpreise. Nicht die besten Voraussetzungen um seinen 20. Geburtstag zu feiern. Da kam die Einladung von Manuel und Sebastian aus Manila gerade recht. Die beiden machen ebenfalls ihren Zivildienst mit AFS, jedoch bei AFS Philippienen und machen eigentlich nichts anderes als feiern. Das wollt ich mir nicht entgehen lassen und bin am 9. Oktober mit AirAsia von Kuala Lumpur nach Manila geflogen. Nachdem wir am Abend gut meinen Geburtstag gefeiert haben sind wir am nächsten Tag nach Boracay geflogen. Boracay ist eine traumhaft schöne Insel 35 Minuten mit dem Flieger entfernt von Manila. Wie man auf den Bildern sehen kann hatten wir Glück mit dem Wetter. Bei angenehmen 30 Grad haben wir den Tag am Strand und dem türkisem Wasser verbracht. Den Abend haben wir immer mit einer gemütlichen Skatrunde und einem Bier eingeleutet bevor es dann auf die Piste ging. Die Clubs haben genau meinen Geschmack getroffen, es war eine gute Mischung aus einheimischen und Backpackern und die Musik war der Hammer.
Nach unserer Rückkehr in Manila und einem weiteren langen, alkholreichen Abend habe ich dann um sechse in der Früh versucht meinen Weg zum Flughafen zu finden der mit dem Bus ca. zwei Stunden außerhalb liegt. Der Taxifahrer der anscheinend nicht wusste wo die Busstation ist hat mich allerdings einfach zu irgendeiner Busstation gefahren sodass ich meinen Bus verpasst habe... Nach kurzem Irren durch diese dreckige und alles andere als freundliche Stadt habe ich mir dann ein Taxi genommen und hatte eine sehr nette 2-stündige Taxifahrt mit einem älteren Fahrer der mir einiges zur Philippienischen Geschichte und der aktuellen Situation erzählt hat. Diese zwei Stunden gingen schnell vorrüber und mit der Rechnung von knapp 30 Euro war ich noch gut bedient. Sicher wieder in Kuala Lumpur fing direkt die Planung für den nächsten Trip an. Denn das Wochenende drauf hatte mich eine Freundin nach Melakka eingeladen. Der Wochenendtrip war sehr schön, nicht der Stadt wegen, die nicht wirklich was besonderes, sondern der Begleitung wegen. Ja es hat mich das Wochenende erwischt und ich bin seitdem nicht mehr Single. Ihr Name ist Syaheera. Mehr kommt wann anders ;-)
Also, zur Zeit könnte es mir kaum besser gehen, wenig zu tun bei der Arbeit, immer viel vor nach der Arbeit und meine Wohnung ist immer noch der Hammer!
Ich hoffe euch geht es gut, ich würde mich über eine eMail von euch freuen!
Take Care
Paul

Freitag 12.September 2008

Meine erste eigene Wohnung

Genau zwei Wochen nachdem ich in Kuala Lumpur gelandet bin hat die Wohnungssuche ein Ende. Am Mittwoch habe ich den Mietvertrag unterschrieben. Für erst einmal drei Monate werde ich hier wohnen, habe aber eine Option bis zum Ende meiner 11 Monate hier zu bleiben. weiter
Freitag 5.September 2008

Wohnungssuche

Ich weiß nicht ob ich es schon erwähnt habe, aber zur Zeit wohne ich in der Gastfamilie von dem anderen Zivildienstleistenden Mathias. weiter
Freitag 29.August 2008

Taxis – ich hasse sie!

Taxifahrer in Malaysia fahren für einen Hungerlohn, das hält sie aber nicht davon ab ihren Stolz jedem zu zeigen der nicht gleich bis in den nächsten Staat fahren will. weiter
Donnerstag 28.August 2008

1 Tag vorbei, Jetleg und viele Eindrücke

27.08.08. 18:05 – planmäßig landet der Flug LH 787 am Kuala Lumpur International Airport und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. weiter
Dienstag 12. August 2008

Die Schwierigkeiten im Alltag

Noch 14 Tage bis es los geht...
Eine Woche Seminar habe ich schon hinter mir und die zweite beginnt in wenigen Stunden. weiter